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Skaterplaza: Von und für Teens
 LITTAU – Die Jugendlichen haben eine Freizeiteinrichtung mehr: Letzten
Samstag wurde beim Crazy House die Skateranlage offiziell eröffnet. Die
Jugendlichen haben massgeblich beim Realisieren und Planen mitgewirkt.

Wenn der Gemeinderat fast in corpore den Weg ins Crazy House gefunden hat und Gemeindeammann Stefan Roth seine Rede mit Begriffen wie «Ollie», «Flip», «Slide» oder «Wheely» beginnt, dann kann es sich nicht um einen ganz gewöhnlichen ge-meindepolitischen Anlass handeln. Und tatsächlich: Der Anlass war kein geringerer als die Eröffnung der «Skaterplaza». Das ist eine Anlage aus Holz mit verschiedensten Modulen, auf welchen man mit seinem Skateboard die unmöglichsten und ausgefallensten Tricks so lange üben kann, bis sie einem «clean» stehen (Skaterjargon: bis man sie beherrscht).
Von und für Jugendliche Alles begann vor etwa vier Jahren. Jugendliche schrieben dem Gemeindeammann Stefan Roth einen Brief: «Wir sind eine Gruppe von Littauer und Reussbühler Skater. Wir können in Littau nirgends skaten, weil wir überall weggeschickt werden. Wir wünschen uns darum einen richtigen Skatepark», lautete der Inhalt. Das Anliegen fand Gehör: Der Gemeinderat stellte das Geld für das Vorhaben zur Verfügung. Doch nicht die Behörden arbeiteten das Projekt aus, sondern fünf skatebegeisterte Jugendliche: Mike Wyrsch, Fabian Bühler, Kevin Fischer, Marcel Rey und Sandro Petrangolo. Sie waren es, die von der PowerPoint-Präsentation über erste Ideen-skizzen bis hin zur Realisierung dem Projekt den Stempel aufgedrückt hatten. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass es, konzeptionell gesehen, ihr Projekt ist. Einige Sponsoren haben ihr Übriges dazu beigetragen. Die Skatervereinigung «SwissRollAssociation» spielte die Rolle des Architekten.
Bedürfnis Jugendlicher getroffen Das Projekt scheint in Skaterkreisen der grosse Wurf zu sein. Die Jugendlichen sind mit der Anlage sehr zufrieden. Sie sei genau nach ihren Wünschen gemacht worden und es mache mega Spass, hier zu skaten. Auch Gemeindeammann Stefan Roth zieht eine positive Bilanz nach den ersten drei Betriebswochen: «Die Jugendlichen – auch solche von anderen Gemeinden – benutzen die Anlage rege. Dies zeigt: Weil es die Jugendlichen projektiert haben und nicht einfach die Bauverwaltung etwas hingestellt hat, wurde das Bedürfnis getroffen.» Die Skateranlage steht allen jederzeit zur Verfügung. Je nach Möglichkeiten und Bedürfnis werde gemäss Roth zu einem späteren Zeitpunkt abgeklärt, ob die Anlage noch mit Toiletten, Sitzgelegenheiten und Begrünungen ergänzt werden soll.
Matthias Piazza
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