Emmenschafft neuen Lebensraum

EMMEN – Am Puls der Zeit – Emmen schafft neuen Lebensraum: Ein Grossteil der ehemals 57 Chalets der Wohnkolonie Feldbreite sind abgebrochen. Ein Zeitzeuge aber steht noch. Der 1928 gebaute «Meili-Bau» wird renoviert und bleibt in der neuen Überbauung dominantes Wahrzeichen.

Die Bagger sind längst aufgefahren, die ab 1943 gebauten Chalets werden laufend abgebrochen, erste weitere Bauarbeiten sind bereits im Gang. In der Feldbreite entstehen in den nächsten zehn bis 15 Jahren gegen 800 neue Wohnungen auf insgesamt zwölf Baufeldern. Den beiden Baufeldern A1 und A2 entlang der Seetalstrasse kommt die Schlüsselfunktion für die künftige Entwicklung des ganzen Quartiers zu. Sie bilden den Eingang zum künftigen Quartier. Und hier trohnt weiterhin einsam ein Bau in der Abbruchwüste: Das 1928 erstellte Wohnhaus des Luzerner Architekten und Politikers Armin Meili – er gilt als wichtiger Vertreter modernen Bauens – wurde durch Umbauten in den 40er Jahren stark beeinträchtigt. Es wird nach denkmalpflegerischen Vorgaben restauriert und in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt. Das Gebiet rund um den «Meili-Bau» wurde im Rahmen eines Architekturwettbewerbes geplant. Damit wird sichergestellt, dass an diesem wichtigen Ort die beste Gesamtlösung für die Integration mit der grosszügig geplanten Neubebauung gefunden wird, heisst es in dem von Stoffel Schneider Architekten Zürich und BSS&M Real Estate Zürich gewonnenen Siegerprojekt «Pilatus». «Als früher Zeuge des Neuen Bauens mit zukunftsweisender Architektur bleibt in Absprache mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern eine Gebäudezeile des Architekten Armin Meili, das sogenannte Meilihaus, erhalten. Die betreffenden Wohneinheiten werden von Grund auf renoviert und dokumentieren weiterhin den Charakter der ehemaligen Siedlung», wird weiter festgehalten.

Rolf Willimann

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