Globalisierung im Schulzimmer

RAIN – Im Rahmen der Projektwoche zum Thema «Mode – ein globales Geschäft» besuchten am Dienstag, 4. Juni, vier Vertreter der «Erklärung von Bern – Berne Declaration» (EvB) die erste Sekundarklasse in Rain.

Der boomende Modemarkt bietet Kleider zu Schleuderpreisen an, und die Jugendlichen der 1. Oberstufenklasse kaufen sich wohl einige Kleidungsstücke für wenig Geld von grossen Kleiderketten. Der fatale Einsturz einer Kleiderfabrik in Bangladesch mit über tausend Toten vom letzten April hat die Menschen aufhorchen lassen. Wie kommt das bei den Jugendlichen an?

Protestbrief an Modehandelskette
Xaver Ammann von der EvB spricht über das Ziel der Arbeit mit den Jugendlichen: «Wir probieren die Jugendlichen zu sensibilisieren für die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in Produktionsländern von Kleidern, welche die Schulkinder hier tragen und zum Teil auch selber kaufen.» Auch Themen wie Kinderarbeit und die Rolle der Frau werden beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten für Konsumentinnen und Konsumenten erarbeitet. So schrieben die Jugendlichen am Projekttag zum Beispiel in einem Brief an eine Kleidervertriebsfirma: «Die Näherinnen und Näher arbeiten über 16 Stunden am Tag und bekommen kaum Schlaf!» Und in der Folge drückt ein Schüler seine Hoffnung aus, dass dieser Brief zur Kenntnis genommen werde und die Arbeitenden einen angemesseren Lohn bekämen.

Teuer gleich fair produziert?
Dabei lernen die Jugendlichen auch Organisationen kennen, welche «Fair trade» und Kinderschutz aktiv unterstützen. Kritisch wurde beleuchtet, ob günstig oder teuer auch markiere, ob ein Produkt fair oder unter unfairen Bedingungen produziert wurde.
Fabian meinte am Schluss des Morgens: «Mich hat beeindruckt, dass eine Jeanshose, bis ich sie trage 60 000 km zurücklegt.» Er verweist auf das Theater am kommenden Samstag mit dem Titel «Die Weltreise einer Faserpelzjacke». Im Theater und in der dazugehörenden Ausstellung wird das Gelernte verarbeitet und angewendet. Das Theaterstück wurde von Lehrer Peter Lötscher nach dem gleichnamigen Buch von Wolfgang Korn geschrieben und wird am Samstag, 8. Juni, mit Präsentationen über die Globalisierung gespickt sein.

Erklärung von Bern überzeugt in Rain
Die Organisation «Erklärung von Bern» setzt sich für mehr globale Gerechtigkeit ein. Mit dem ausgebildeten Team an Freiwilligen besucht sie Volks- und Berufsschulen sowie Gymnasien, wo sie Jugendliche mit der Fragestellung «Was hat das mit mir zu tun?» konfrontieren. Und dies ist in Rain gelungen und auf sehr gute Resonanz gestossen. Lehrer Marcel Huber lobt: «Wir sind umfassend informiert worden und es ist der EvB gelungen, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, aktiv zu werden.»

Margrit Leisibach Hausheer

«Der Himmel hat einen Plan für dich»

RAIN – Bei nasskaltem Wetter wurden in Rain am Samstag nach dem Pfingstfest 29 Jugendliche gefirmt. Im vergangenen Schuljahr hatten sie sich mit den neun erwachsenen Firmbegleitenden auf dem Firmweg intensiv vorbereitet.

(mlh) Firmspender Bischofsvikar Ruedi Heim nahm das Motto der Firmung «Don’t you worry, child» in seinem Predigtwort auf und betonte die zweite Zeile des Liedes: «Der Himmel hat einen Plan für dich.» Er beteuerte, dass die Firmlinge auf die Paten und auf Gott vertrauen können, sie sollen sich nicht sorgen, wie der Liedtitel ja sage.

Diese Aussage symbolisierten die Firmlinge auch selber beim Einzug in die von ihnen mit vielen leuchtenden «Smilies» geschmückte Kirche. Die Firmlinge liessen sich hinter der Kirche mit leuchtenden Bändern die Augen verbinden, um dann von der Firmpatin, dem Firmpaten durch den Mittelgang der vollbesetzten Kirche in die vordersten Bänke geführt zu werden. Der Firmspender nahm sich Zeit, mit jedem Jugendlichen (er hatte alle beim Vorbereitungstreffen im Frühjahr schon einmal gesehen und erlebt) ein paar treffende persönliche Worte zu wechseln.
Die frisch gefirmte Alexandra sprach den Wunsch für alle Jugendlichen aus, die sich sorgen würden wegen ihrer Berufswahl, dass sie ihren Weg finden mögen und: «Vertraue i ehri Fähigkeite hend.»

An der Kirche schnuppern
Das ganze Firmprojekt wurde von Katechetin Gaby Schmid geleitet und die Musikklasse von Musiklehrer Martin Harlacher hat mit den rockigen Tönen und Balladen zusammen mit den singenden Firmlingen den Firm-Gottesdienst musikalisch mitgestaltet. Auch die reformierte Andrea verschönerte mit ihren Panflötenklängen das Fest ihrer Klassenkollegen.

Die 29 jungen Menschen der 3. Sekundarstufe hatten sich im letzten Schuljahr intensiv auf die Firmung vorbereitet und sich dann auch zur Firmung angemeldet. Sie haben an der Kirche geschnuppert bei einem Besuch in der Gassenküche Luzern, beim Mithelfen bei Pfarreianlässen, beim Besuch im Altersheim und anderen Themananlässen. Zusammen mit den neun Mitgliedern der Firmvorbereitungsgruppe haben sie an einem Wochenende in Engelberg die Firmfeier vorbereitet, wo auch das Motto gefunden wurde.

Am Apéro nach dem Gottesdienst wurde dem nasskalten Wetter wegen im Pfarreiheim dichtgedrängt mit Schulfreunden, Frischgefirmten, dem Firmspender und den Pfarreiangehörigen angestossen und der Freude Ausdruck gegeben.

Lernstudio: Selbstständigkeit fördern

RAIN – Die Schule ist einem steten Entwicklungsprozess unterworfen. Ein wichtiges Ziel besteht darin, die Lernenden in ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Das tut seit einigen Jahren auch die Sekundarschule Rain/Hildisrieden.

Die Luzerner Volksschulen bewegen sich in Sachen Unterrichtsqualität auf einem hohen Niveau. Das zeigte sich auch kürzlich wieder bei der Verleihung der Anerkennungspreise, wo jeweils einzelne Schulen für innovative Projekte ausgezeichnet werden. Eine Schule, die einen nicht ganz alltäglichen Weg beschreitet, ist auch die Sekundarschule Rain/Hildisrieden. Im Rahmen des kantonalen Unterrichtsentwicklungsprojekts «Schulen mit Zukunft» entschied man sich 2007 für das Mitwirken am Teilprojekt «Lehren und Lernen» und befasste sich schwergewichtig mit dem eigenständigen und selbstgesteuerten Lernen.

Aufgrund dessen wurde an der Integrierten Sekundarschule (ISS) Rain/Hildisrieden ein Jahr später ein Lernstudio eingeführt. Das funktioniert so: In den Fächern Deutsch und Mathematik werden die Lernenden während je zwei Lektionen in einer speziellen Unterrichtsform betreut. Im Gegensatz zum konventionellen Unterricht stehen hier nicht die Lehrpersonen, sondern die Jugendlichen im Zentrum. «Die Lernenden lösen selbstständig Aufgaben, die ihnen vorgängig von der Klassenlehrperson aufgetragen wurden», sagt Schulleiter Alois Grüter. Diese Aufgaben sind dem individuellen Wissensstand und dem Lerntempo angepasst.

Überfachliche Kompetenzen
Die anwesende Lehrperson nimmt im Lernstudio die Rolle des Coachs ein, der den Lernenden bei Bedarf Inputs gibt und Fragen beantwortet. Es kommt auch vor, dass die Jugendlichen zu zweit an einem Thema arbeiten. Das Lernstudio kam bei den meisten Sekschülern von Rain und Hildisrieden gut an, wie eine entsprechende Evaluation nach drei Jahren bestätigte. Grüter stellt zudem Fortschritte in der Selbständigkeit der Lernenden fest: «Sie lernen, eigenständig zu planen und ihr Tun zu reflektieren. Und sie übernehmen Verantwortung, für ihr Lernen wie auch für ihr Verhalten.» Mit anderen Worten: Die Jugendlichen erlangen überfachliche Kompetenzen, die ihnen auf ihrem späteren Weg hilfreich sein werden. Die Befürchtungen, dass die Jugendlichen die ihnen gewährten Freiheiten ausnützen würden, haben sich nicht bewahrheitet. «Sie arbeiten in der Regel sehr konzentriert und auf ihre Aufgaben fokussiert», so Grüter.

Fortsetzung auf unbestimmte Zeit
Auch bei den Lehrpersonen stiess das Lernstudio auf ein mehrheitlich positives Echo. Die meisten erachteten es als Bereicherung des Unterrichts. Dies, obwohl es für viele mit einer beträchtlichen Umstellung verbunden war. Um die Lehrpersonen mit der neuen Form des Unterrichtens besser vertraut zu machen, führte die Schule Weiterbildungskurse durch. Nach Ablauf der dreijährigen Projektphase im Jahr 2010 wurde aufgrund der vorwiegend positiven Resonanz entschieden, das Lernstudio in Rain und Hildisrieden weiterzuführen. Obwohl das Projekt längst institutionalisiert ist, werden diesen Sommer einige Anpassungen vorgenommen. Aufgrund von Anregungen seitens der Lehrpersonen sowie einer Supervision durch eine externe Fachperson soll das Lernstudio zum Teil auf weitere Fächer ausgedehnt werden. Dafür wird die lehrergesteuerte Unterrichtszeit pro Fach gesenkt.

116 neue Miet- und Eigentumswohnungen im «Feldheim»

ROTHENBURG – Neun Mehrfamilien-häuser mit 116 Wohnungen – Fortimo Invest plant neben der Sportanlage Chärnsmatt auf der Parzelle Feldheim eine Riesenüberbauung. Investiert werden 36,7 Millionen Franken. 

Auf der 30 515 m2 grossen Parzelle 465 Feldheim – sie ist im Besitz der Personalfürsorge Stiftung Boa AG – weist das Baugespann auf eine Grossüberbauung hin. Das Baugesuch dazu liegt bis zum 27. Mai beim Bauamt Rothenburg zur Einsichtnahme auf.
Geplant sind in der Bauzone W-S vorerst neun Mehrfamilienhäuser und elf Nebengebäude, eine unterirdische Einstellhalle mit 158 Parkplätzen, Velo- und Containerunterstände, 39 offene Parkplätze und für Spielplätze ist eine Fläche von knapp 3500 m2 vorgesehen. Geplant sind auch neue Verkehrs- und Erschliessungsanlagen. Die somit überbaute Grundstückfläche beträgt 29 000 m2. Verwirklicht werden soll das siegreiche Projekt «tweed» der CAS Architekten, das aus dem Investorenwettbewerb des Landbesitzers PFS Boa hervorgegangen ist. Bauherrschaft sind die Fortimo Invest St. Gallen und die Personalfürsorgestiftung Boa Rothenburg.

Es wird etappiert gebaut
In die erste Etappe der Gesamtüberbauung – im Endausbau sind weitere Häuser mit 62 Wohnungen vorgesehen – werden 35,1 Millionen Franken an reinen Baukosten sowie 1,6 Millionen Franken für die Umgebungsarbeiten investiert. In der «Feldheim» entstehen 14 2½-, 41 3½-, 52 4½- und 9 5½- Zimmer-Wohnungen. Letztere sind als Attikawohnungen im Angebot. Es gibt Miet- und Eigentumswohnungen. Der Baustart für diese erste Etappe ist per Herbst/ Winter 2013 vorgesehen, die Wohnungen könnten per Ende 2015 bezogen werden.

Rolf Willimann

Die BGR blickt mit Zuversicht auf die nächsten 50 Jahre

ROTHENBURG – 50 Jahre jung und gut im Schuss: Die Baugenossenschaft Rothenburg (BGR) begeht ihr Jubiläum in gutem Umfeld. «Mit Zuversicht packen wir die Zukunft an», sagte BGR-Präsident Bruno Brun beim Festanlass im «Schweizerhof».

«Nein, das Hotel Schweizerhof in Luzern haben wir nicht in unserem Portefeuille», ulkte Brun. Man habe den Geburtstag einfach einmal in etwas anderem, festlichem Rahmen feiern wollen. «Das halbe Jahrhundert BGR ist uns für einmal die Dislokation hierhin wert». 87 Genossenschafter und zahlreiche Gäste – darunter Vertreter des Gemeinderates, ehemalige Präsidenten und Vorstandsmitglieder – liessen sich beim Jubiläumsanlass und der 49. Generalversammlung gute Kost in allen Bereichen vorsetzen. Dass die BGR gut gerüstet für weitere Aufgaben im gemeinnützigen Wohnbau ist und wie seit der Gründung 1963 am genossenschaftlichen Wirken festhält, kam immer wieder zum Ausdruck. «Wir sind bestrebt, Wohnraum für alle Bevölkerungskreise anzubieten, insbesondere für Familien, Behinderte und Betagte», hielt Brun in seinem Bericht unter anderem fest.

Die Traktanden passierten diskussionslos. Die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 156 000 Franken ermöglichte die Verzinsung des Genossenschaftskapitals (3,487 Millionen Franken) von 4  Prozent. Die Versammlung bestätigte den Vorstand für weitere drei Jahre. Bruno Brun (Präsident), Hanni Renggli (Vizepräsidentin), Robert Glanzmann (Finanzen), André Köchli (Sekretariat/ Administration) und Nicole Lüthy (Mitglied) führen das BGR-Schiff weiterhin.
Geehrt wurden unter anderem Gründerpräsident Emil Schnyder und Peter Ineichen, die die BGR während 18, respektive 29 Jahren führten. Als dritter Präsident darf Bruno Brun seit 2010 «die Aussaat meiner Vorgänger weiterpflegen, weiter entwickeln und auch ernten», sagte Brun. «Die weitsichtige Planung zur Schaffung von Wohnraum und eine hervorragende Finanzverwaltung legten das Fundament, damit wir heute diesen Erfolg feiern können.» Geehrt wurden auch Anton und Margrith Kuster, die seit 45 Jahren Mieter der BGR sind.
Grussworte überbrachten Gemeindepräsident Bernhard Büchler und im geselligen Unterhaltungsteil – moderiert wurde dieser von Hanni Renggli – liessen die Ex-Präsidenten Emil Schnyder wie Peter Ineichen Anekdoten aus früheren Zeiten aufleben. Präsentiert wurde auch die von André Köchli gestaltete Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der BGR. Auch zur guten Stimmung beigetragen hat das Duo Valentino & Roberto und das a-capella-Sextett «Knows the Cuckoo» aus Willisau. Die «Weiss de Gogger» legten ihre musikalischen Eier nicht nur in die Nester des Gospels und des Jazz, sondern auch in die Wälder des Schlagers, der Strassenmusik und der Volksmusik aus aller Welt.

Rolf Willimann

Die BGR ist 1963 aus der Fusion der drei Wohnbaugenossenschaften Rothenburg (gegründet 1946), Gemeinnützige Baugenossenschaft (1958) und Wohnbaugenossenschaft Bärenmatte (1958) hervorgegangen. Sie bringen die Liegenschaften Franz-Zelger-Strasse 9, 11, 13 und 15 in die gemeinsame Zukunft mit ein. Die Häuser sind 1948 und 1959 mit Anlagekosten von 708 000 Franken entstanden. Heute zählt die BGR 18 Liegenschaften mit 155 Wohnungen, 4 Garagen, 90 Einstell- und 61 Parkplätzen. Sie vereint derzeit 202 Genossenschafter. Die Mietzinseinnahmen beliefen sich 2012 auf 2,436 Millionen Franken, die Bilanz wird mit 28,8 Millionen Franken ausgewiesen. Der Buchwert der Liegenschaften beträgt 24,185 Millionen Franken. (rowi)

Swing und Musical mal Chor gibt Lebenslust

RAIN – Wer am letzten Samstagabend im April durch den Regen in die Mehrzweckhalle Rain kam, wurde mit Frühlingsgefühlen überrascht und konnte in einem bunten, abwechslungsreich vorgetragenen Strauss bekannter Melodien schwelgen.

Die Kirchenchöre von Rain und Hitzkirch boten in ihrem ersten gemeinsamen Konzert in der übervollen und lustvoll frühlingshaft geschmückten Mehrzweckhalle Rain ein abwechslungsreiches und klangvolles Konzert. Registerweise sangen sich die Sängerinnen und Sänger von verschiedenen Seiten mit dem stimmigen Titel « Singing all together» auf die Bühne und gewannen die Sympathie der begeisterten Zuhörenden mit dem anschliessenden Titel «Swing in Switzerland».

Mit Witz und Charme
Mit viel Charme und Witz führte Renato Cavoli durch das anspruchsvolle und sehr ansprechende Konzert. Die Liederauswahl war «bunt und fröhlich, und das Konzert sehr schön» drückte Lisbeth Berli am Schluss ihre Freude über das Dargebotene aus. Selina Rauter haben die beiden Lieder aus dem Musical «Mary Poppins» besonders gefallen und so ganz ohne Mühe spricht sie das Lieblingswort der Hauptdarstellerin – gespielt durch die adrett gekleidete Barbara Christen – nicht aus. Wohingegen die Sängerinnen und Sänger «supercalifragilisticexpialidocious» ohne Mühe auch in ihrem Lied vertont vortrugen. Mit den beiden Liedern «Lenas Song» und «Gabriellas Song» aus dem Film «As it is in Heaven» sang sich Petra Galliker durch ihre klare, reine und ausdrucksstarke Stimme in die Herzen der Zuhörenden. Zusammen mit dem homogen vorgetragenen Chorarrangement wurden diese beiden Lieder zu einem Höhepunkt des Abends. Einen anderen bescherten die beiden Chorleiterinnen Pia Gisler-Brunner, Leiterin des Rainer Kirchenchores, und Gisela Leitlein. Die beiden wurden von Joseph Röösli am Klavier beim berühmten, im Duett vorgetragenen Lied über das Margritli von Teddy Stauffer gekonnt begleitet. Andreas Boppart am Kontrabass und Andreas Peter, Schlagzeug, begleiteten zusammen mit Röösli viele Lieder sehr subtil und stimmig.

Die beiden Chorleiterinnen waren sich einig: «Den Chorsängerinnen und -sängern gebührt Respekt, haben sie doch neben den Proben für die vielen kirchlichen Hochfeste das gesamte Repertoire erarbeitet und viele Lieder fast auswendig gelernt.» Und Gisela Leitlein, Chorleiterin der Hitzkircher, fügte nach dem Konzert bei: «Die Singenden waren sehr aufmerksam, es war wunderbar zum Dirigieren.»
Im Anschluss ans Konzert konnten die Besuchenden die süssen und pikanten, liebevoll angerichteten Gluschtteller geniessen, welche Köstlichkeiten aus den Küchen der Kirchenchormitglieder offenbarten.

Margrit Leisibach Hausheer

Das Konzert kann am 4. Mai um 20.15 Uhr im Pfarreiheim in Hitzkirch nochmals genossen werden. Türkollekte.

Wachsam auf Pflege und Weiterentwicklung

ROTHENBURG – Seit 60 Jahren erbringt der Spitex-Verein im sozialen Netz eine wichtige Leistung. An der GV richtete man den Blick zurück und nach vorne. Das vergangene Jahr war mit Themen reich befrachtet. In einem neuen Lokal, mit einem neuen Präsidenten und einer neuen Einsatzleiterin wirkt der Verein weiter vorwärts.

Mit dieser Jubiläums-GV reiht sich ein weiteres Jahrzehnt den vorangegangenen an. Und zu dieser Feier fanden sich zum Mitgliederkreis mehrere Ehemalige aus Leitung, Einsatz und Pflege ein. Der letztmals das Präsidium ausübende Präsident Markus Keiser nutzte das Jubiläum, auf das vergangene Jahr zurückzublenden, aber auch die Zeit zuvor in kurzen Wegzeichen vorbei ziehen zu lassen: «1952 wurde aus dem Kreis des katholischen Müttervereins die Schaffung einer Krankenpflegestation beantragt. Im Februar des folgenden Jahres fand die Gründung des Kranken- und Wochenpflegevereins statt, dessen Spitze Pfarrer Josef Steiger übertragen wurde. Schon bald hatte man sich mit der Frage von Aushilfspersonal auseinander zu setzen. So beschloss man 1957, eine Familienhelferin anzustellen. Ab Herbst war dann Julia Schwander einsatzbereit.» Mit der wachsenden Bedeutung ging der Verein auch an Namenswechseln nicht vorbei. Ab 1970 hiess er Verein für Krankenpflege und Familienhilfe. Seit 1998 trägt er den Namen Spitex-Verein. In den sechs Jahrzehnten leiteten sechs Präsidenten die Geschicke.

Veränderungen angepackt
Das Jahr 2012 forderte vom Vorstand und der Leitung viel Engagement, so in Bezug auf neue Büroräumlichkeiten, Infrastrukturbereich oder Personal. Weil die Bürofläche im Gemeindehaus die zeitgemässen Erwartungen nicht mehr erfüllten, musste Ausschau gehalten werden. Man wurde fündig im Neubau an der Stationsstrasse 12. Die Räumlichkeiten konnten Mitte Dezember 2012 bezogen werden. Übrigens: Auf den 8. Juni ist der Tag der offenen Tür angesetzt. Im personellen Bereich galt der Nachfolge in der Einsatzleitung ein besonderes Augenmerk. Käthy Achermann versah dieses Amt während 25 Jahren mit viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz, wünschte per Ende Jahr auszutreten. Seit 1. Januar 2013 ist die fachlich ausgewiesene Mirjam von Wil als neue Einsatzleiterin zuständig. Sie war zuvor bei der Spitex Emmen tätig und ist hier mit der Einsatzleitung für das Team Emmen-Nord betraut.

Markante Leistungen
Drei Bereiche werden vom Spitex-Verein mit grossem Einsatz der Mitarbeitenden erbracht: Pflege, Hauswirtschaft und SOS-Fahrten. Im Vergangenen Jahr wurden 140 Klienten (Vorjahr 148) während 6717 Stunden (Vorjahr 6290) betreut. Davon entfielen 72,4 % auf pflegerische und 27,6 % auf hauswirtschaftliche Leistungen. Für diese Leistungen standen zwölf Pflegerinnen im Einsatz. SOS-Fahrten für Begleitung zum Arzt oder ins Spital wurden 427 (Vorjahr 357) gemacht. Überdies ist auch die Zahl der Auslieferung von Mittagessen beachtlich: 1556 (Vorjahr 1470).
Die finanziellen Kennzahlen in Rechnung und Budget wie auch erfolgte Anpassungen erläuterte die administrativ verantwortliche Heidi Moos. Eine seriöse und klare Arbeit, die ihr das Zeugnis von Fleiss und Übersicht ausstellt.

Werner Zemp ist neuer Präsident
Wie angekündigt legte Markus Keiser nach sechsjähriger Präsidialzeit das Amt an diesem Jubiläumsanlass nieder. Die Nachfolge wurde rechtzeitig und verantwortungsvoll angegangen. Als neuer Präsident schlug der Vorstand den 63-jährigen Werner Zemp (Pilatusring) vor. Er wurde mit Akklamation gewählt. Der Wiederwahl stellten sich Jörg Bernhard und Esther Disler und ernteten das Vertrauen der Versammlung. Zumal das bisherige Mitglied Gisela Doenni auf den Sitz von Brigitt Aregger als Vertreterin des Gemeinderates nachrückte, musste ein weiteres Vorstandsmitglied gewählt werden. Und dieser Sitz konnte mit Marco Gajoh unter Bestätigung der Versammlung besetzt werden. Bestätigt wurden auch die beiden bisherigen Revisoren René Degen und Franz Breitenmoser.

Der Jubiläumsakzent wurde abgeschlossen mit Ehrungen, so für Präsident Markus Keiser, Käthy Achermann (25 Jahre Einsatzleiterin) und Brigitt Aregger. Ein fein zubereitetes Risotto und das nachfolgend gesangliche «Dessert» durch das Klamottenchörli setzten einen gediegenen Abschluss. Wem schlug nicht schon das Herz bei Liedern wie etwa «Zwei kleine Italiener», «s’Obigglöggli» oder etwa «Noch em Räge schiint d’Sonne» höher!

Kurt Bernhard

Schwinghalle ist auf gutem Weg

ROTHENBURG – Freudentag für die Schwinger: Vier Monate nach dem Spatenstich konnte Aufrichte gefeiert werden. «Die Vision der Schwinghalle wird wahr, das Bauprojekt kommt gut voran», sagte Bruno Odermatt, Klubpräsident und Projektleiter.

Trotz ungünstigem Wetter während der Wintermonate kamen die Arbeiten auf der Sportarena Chärnsmatt zügig voran. «In den letzten Wochen engagierten sich über 70 Schwingklub-Mitglieder am Bauprojekt und halfen mit, die Vision Realität werden zu lassen, heute dürfen wir ihnen allen danken und Aufrichte feiern», sagte Odermatt. Zum Fest geladen waren 90 Klub- und Behördenmitglieder sowie Sponsoren und einige Gäste.

400 000 Franken investiert
Ein Blick zeigte es: Bis auf die Erstellung der Bodenplatte wurden bis jetzt fast alle Arbeiten in über 1200 Frondienst-Stunden durch die engagierten Mitglieder erledigt. Somit konnten die Baukosten so tief wie möglich gehalten werden. Ein grosser Teil der Arbeiten wurde durch das speziell dafür gegründete 13-köpfige Bauteam erledigt. Dies setzt sich aus Baufachleuten vom Schwingklub Rothenburg und Umgebung zusammen.

Während der Aufrichte-Feier wurde den interessierten Gästen die 25 x 11 Meter grosse Schwinghalle im Detail vorgestellt und die noch anstehenden Arbeiten erläutert. Damit bis zur offiziellen Eröffnung in knapp zwei Monaten alles abgeschlossen ist und die fertige Schwinghalle präsentiert werden kann, sind doch noch einige Hürden zu nehmen. «Wir sind guten Mutes, es klappt», sagte Vizepräsident und Bauleiter Roman Bühlmann. Und auch die Kosten hat man im Griff.

Trainingsstart ist am 6. Mai
Um der nächsten Generation ideale Trainingsmöglichkeiten zu bieten, wird mit dem modernen und grosszügigen Neubau eine optimale Infrastruktur geschaffen, damit die Zukunft des Schwingsports in Rothenburg, der Umgebung und Agglomeration gesichert ist. Die ersten Trainingseinheiten werden die Sägemehlathleten in der Schwinghalle nach dem Roteborger Schwinget vom
4. und 5. Mai 2013 in Angriff nehmen. Mit dem neuen Trainingslokal erhofft man sich, weitere Buben und Jugendliche für den faszinierenden Schwingsport zu gewinnen, damit sie vom derzeitigen Schwingerboom direkt profitieren können.

König Kilian eröffnet
Die offizielle Eröffnung der Halle wird am Samstag, 8. Juni, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Die Eröffnung wird mit einem neuartigen Mehrkampf für die Rothenburger Schüler gestartet. In den Disziplinen Schwingen, Steinstossen und Steinheben kämpfen sportbegeisterte Buben in vier Alterskategorien um den Titel «Stärkster Rothenburger». Am Nachmittag findet ein öffentliches Nachwuchstraining für die einheimischen Schwinger statt. Als erster Trainingsleiter konnte der amtierende Schwingerkönig Killian Wenger engagiert werden. Im Anschluss an das Training gibt es eine Autogrammstunde mit dem derzeit besten Schwinger der Schweiz, bevor er dann in einer Talkshow über seinen Erfolg und die Ziele für das Eidgenössische spricht. Der Eröffnungs-Abend steht ganz im Zeichen der volkstümlichen Unterhaltung im Festzelt und dem Party-Betrieb in der Schwinger-Bar.

Rolf Willimann

Intensiver Trainingstag für die Rothenburger Jungschwinger

ROTHENBURG – Nachdem vergangenen Samstag der Jungschwinger der Wolhuser Nachwuchsschwinget bestritten wurde, trafen sich tags darauf um 8 Uhr wiederum 20 Jungatlethen auf dem Parkplatz der Chärnshalle in Rothenburg zu einem Trainingstag.

(zvg) Man fuhr erneut nach Wolhusen und durften im ISV-Trainingscenter Bodenhof des Schwingklub Wolhusen Gastrecht geniessen. Um 8.30 Uhr waren alle umgezogen und der Tag wurde mit einem Spiel im Sägemehl gestartet. Geschicklichkeit, Ausdauer und Übersicht waren gefragt. Der Spassfaktor ist aber deswegen nicht zu kurz gekommen. Nach dem Einlaufen wurden die Zwilchhosen angezogen und am Schwingerhandwerk gefeilt. In der ersten halben Stunde wurde durch freies Schwingen eine Wettkampfsituation provoziert. Durch Gänge von vier Minuten konnten die eigenen Grenzen ausgelotet werden. Jeder war mit den folgenden zwei Minuten Pause einverstanden. Anschliessend an die Wettkampfsequenz wurde der Wyberhaken demonstriert. Dieser Zug verspricht auf dem Wettkampfplatz sehr viel Erfolg, da aus der Ausgangsstellung einige Möglichkeiten und Variationen möglich sind. Nach der Übungsphase wurde wieder eine Wettkampfsequenz gemacht. Das Schwingfest am Vortag wurde noch aufgearbeitet. Die mangelnde Bodenarbeit einiger Jungschwinger konnte dank genügend Zeit ideal in das Trainingsprogramm aufgenommen werden. Da mit Walter Kammermann ein Bodenspezialist zur Unterstützung des Trainingstages gewonnen werden konnte, lag es auf der Hand, einige Bodenschwünge speziell anzuschauen. Die folgende Übungsphase stellte wie erwartet einige Jungs vor grosse Probleme. Die Bodenzüge so umzusetzen, dass auch ein Erfolg zu verzeichnen ist, ist um einiges schwieriger, als Züge aus dem Stand zu üben. Vor der Mittagspause konnten sich die Jungs mit einer weiteren Wettkampfsimulation auspowern.

Halle aufräumen, duschen und dann wurden die angelieferten Pizzen und Kebabs mit grossem Appetit gegessen. Nach der Mittagspause wechselte man in die Turnhalle und der Trainingsnachmittag wurde mit einem Spiel eingeläutet. Nachdem wieder alle auf Betriebstemperatur gebracht waren, wurden einige Arbeitsposten in der Halle eingerichtet. Seilspringen, Medizinball werfen, Bänkli, Stepp, Liegestütze waren nur einige der Disziplinen, die von den Jungs bearbeitet wurden – jeweils zweimal. Der Nachmittag wurde mit einem Unihockey abgerundet. Die Kombination Schwingfest/Trainingstag ist ein guter Einstieg in die Freiluftsaison. Alle hatten die Möglichkeit, an die eigenen Grenzen zu gehen. Dabei wurde auch auf jeden einzelnen Jungschwinger eingegangen.

Fachmarkt Wahligen ist auf gutem Weg

ROTHENBURG – Der neue Fachmarkt in Wahligen gleich neben dem Einrichtungshaus Ikea scheint auf gutem Weg. Man hofft, die leichte Bauverzögerung aufzuholen – die Eröffnung des 15-Millionen-Bauwerkes mit fünf Mietern soll Ende 2013 über die Bühne gehen.

Vom ehemals von der Viscosuisse Immobilien AG gekauften 32 000 m2 grossen Grundstück in Wahligen benötigte Ikea einen Teil nicht für eigene Bedürfnisse. Was dazu führte, dass südlich des 2011 eröffneten Einrichtungshauses auf der Parzelle 895 Wahlingen ein zweites Gewerbehaus geplant wurde, das Ikea aber nicht selber nutzen, sondern vermieten will. Nach Einsprachen und Projektänderungen wurde im August 2012 die Baubewilligung erteilt. Kurz darauf erfolgte der Spatenstich.

Im 99 Meter langen und 49 Meter breiten zweistöckigen Hochbau sind eine Verkaufsfläche von 3000 Quadratmetern, 5160 Quadratmeter Lagerfläche und knapp 400 Quadratmeter für Büro und Dienstleistungen vorgesehen. Dazu sind über 250 Parkfläche im Freien und deren 150 in der Einstellhalle im Bau. Investiert werden über 15 Millionen Franken – ohne Landkosten. 13,5 Millionen Franken sind an Baukosten vorgesehen, der Rest ist für Umgebungsarbeiten reserviert.

Mit ONE und grösstem Melectronics
Seit dem Spatenstich steht auch fest, welche Mieter in den Fachmarkt Wahligen einziehen: Migros wird auf 900 m2 die grösste Melectronis-Filiale der Zentralschweiz eröffnen, als einer von zwei Flagship-Stores nach neustem Konzept. Auch die M-Tochter ONE Training Center setzt die Expansion fort und bezieht im Obergeschoss einen neuen, den  sechsten Standort. Neben den beiden M-Unternehmungen sind die Firmen Dosenbach Schuhe und Ochsner Sport sowie das Modeunternehmen Blackout mit dabei. Letzteres ist aus der 1963 in Aarburg gegründeten Metzler-Textil durch Firmeninhaber Erich Metzler hervorgegangen, firmiert seit 1990 in zweiter Generation unter dem heutigen Label Blackout und baute seine Ladenkette auf heute mehr als 80 Geschäfte in der ganzen Schweiz aus. Mit diesen fünf Mietern ist der Fachmarkt voll besetzt.

Rolf Willimann

75-jährige «Schnelle Küche»

Rain – Die 75. Generalversammlung des Frauenbunds Rain mobilisierte 102 Frauen am 20. März. Präsidentin Anita Mainetti-Seitz, die zehnte Präsidentin, eröffnete im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Restaurant Kreuz die Jubiläums- GV.

Erste Präsidentin des Vereins war ab der Gründung 1938 für 24 Jahre Barbara Willimann-Geisseler. Damals wurden Geldspenden an die Geburtskosten, Stärkungsmittel für «abegschaffeti Müettere» oder Ferien für kranke Frauen organisiert. «Mit Bébésachen, Holzschuhen und Schultaschen wurde die Not etwas gelindert» ist aus einem Archivbericht zu entnehmen. Die Kursinhalte waren den damaligen Bedürfnissen angepasst: Waschen, Flicken, Abändern von Kleidern oder «Wie nähe ich Bubenhosen aus alten Kleidern?». Auf dem Kursprogramm in den Achtzigerjahren standen: Krippenfiguren herstellen, Glasritzen oder Makramee. Zudem habe man unter ihrer Leitung Einheitskommunionkleider angeschafft, die Liturgiegruppe gegründet und der Vorstand habe alle Besuchsdienste alleine wahrgenommen, weiss die damalige Präsidentin Margrit Ruckli-Koch zu berichten.

Taufe von www.frauenbundrain.ch
Die Gemeinderätin Judith Galliker überbrachte Grüsse und die Gratulation des Gemeinderates, verbunden mit grossem Dank für die von den Frauen geleistete Arbeit. «Der schönste Lohn für den Vorstand könnt ihr Frauen zeigen, wenn ihr die organisierten Anlässe besucht», wandte sie sich motivierend an die Zuhörenden. Kassierin Ursula Ries eröffnete, dass durch behutsames und sparsames Umgehen mit den Finanzen und unerwarteten Zuwendungen statt dem budgetierten Verlust 334 Franken Gewinn erwirtschaftet wurden. Sichtlich stolz präsentierte Präsidentin Mainetti am Schluss der sehr speditiven GV die neue Website des Frauenbundes Rain. Darauf sind unter anderem alle Gruppierungen wie das Aktive Alter, das Jassnachmittage, Heimbesuche oder in Untergruppierungen den Stricktreff oder Wanderwochen organisiert, beschrieben. Der Familientreff bietet ein auf junge Familien abgestimmtes Programm mit Liechtliumzug, Osterbasteln, Spielzeugflohmarkt oder im nächsten Jahr einen Nachmittag zum Thema «Eine zauberhafte Reise» an. Andere Gruppierungen gestalten die Chlichenderfiire, organisieren den Fahrdienst oder vermitteln Babysitter. Der Frauenbund hofft, möglichst viele Teilnehmende mit dem jährlich stattfindenden Topevent Openair-Kino, dem Kochkurs «Schnelle Küche», dem 5. Jassturnier oder etwa dem Büecherkafi zu begeistern.
An der GV wurden fünf Frauen mit Applaus verabschiedet; darunter Doris Eugster nach fünfjähriger Vorstandstätigkeit, Kitty Brügger nach elf Jahren Engagement fürs «Aktive Alter» und Renate Christen nach 17-jähriger Mitarbeit in den Kindergottesdiensten.
Alle erhielten vom Geistlichen Begleiter Erich Hausheer den offiziellen Sozialzeitausweis, verbunden mit herzlichem Dank, überreicht. Der Frauenbund Rain startet mit 401 Mitgliedern und mit dem neuen Vorstandsmitglied Doris Odermatt ins abwechslungsreiche Vereinsjahr.

Margrit Leisibach Hausheer

Gefragt ist der Mut zu etwas mehr Grösse und zu Kooperationen

ROTHENBURG – Zu mehr Mut, zu etwas mehr Grösse, zu Kooperationen und Partnerschaften, rief Paul Weibel, Präsident der GIV Rothenburg-Rain auf. Und sprach dabei Bauaufträge im Dorf an, die vielfach nach Luzern und Zürich vergeben werden.

(rowi) Bei der von 90 Mitgliedern und Gästen besuchten 60. Generalversammlung in der «Chärnsmatt» nahm Weibel Stellung zu aktuellen Vorkommnissen in Rothenburg. Der Präsident des Gewerbe- und Industrieverein (GIV) munterte seine Mitglieder auf, beim derzeitigen Bauboom nicht abseits zu stehen. «Die Aufträge dürfen nicht einfach bei uns vorbeigehen, wir müssen den Mut zu Grösse aufbringen, auch Kooperationen und Partnerschaften suchen. Es wäre schade, wenn die zu erwartenden Bauaufträge an uns vorbei nach Luzern oder gar bis nach Zürich vergeben werden.

Das Hauptgewicht der letztjährigen GIV-Tätigkeit lag klar bei der Abstimmung zur Revision der Ortsplanung Bereich Wohnen. «Schade ist bei solchen Vorlagen, dass es vorwiegend Eigenheimbesitzer sind, die weitere Einzonungen verhindern wollen und damit anderen die Möglichkeit verwehren, Besitzer von Wohneigentum zu werden», stellte Weibel fest. Auch wenn die Erweiterung der Bauzone aus seiner Sicht klar zu zurückhaltend ausgefallen sei, sei die Zustimmung zur neuen Ortsplanung ein sehr wichtiger Schritt für ein vernünftiges Wachstum und dies brauche jede Gemeinde, vor allem auch darum, weil die Bedürfnisse der Bürger an die öffentliche Hand nicht kleiner würde, sagte Weibel weiter.
In seinem Bericht streifte Weibel die durchwegs gut angekommenen Aktivitäten. «Besonders der mit der Schule organisierte Lehrstellenparcours kam gut an und somit wird dieser im Oktober 2013 wieder durchgeführt. Rechenschaft legten auch die Vertreter der Fachgruppen Bau, Detaillisten und Dienstleistungen ab. Der GIV zählt derzeit 159 Aktivmitglieder. Dabei sind 116 Betriebe aus Rothenburg, 23 aus Rain und 20 aus angrenzenden Gemeinden. Unter den Gästen waren Nationalrätin und Gemeinderätin Priska Birrer, Gemeinderat Amédéo Wermelinger und Oskar Beerli, Gemeinderat von Rain. Für gute Stimmung sorgte einmal mehr der Emmer Comedian Sergio Sardella.