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Schweizer Nachwuchs-Handwerk und finnische Teufels-Cellisten

Rothenburg/Sempach-Neuenkirch – Am 18. und 19. Mai geht die 14. Auflage des von «Jugend Aktiv» organisierten Festivals Soundcheck in Sempach-Neuenkirch über die Openair-Bühne. Nebst international bekannten Namen steht auch viel junge Schweizer Musik auf dem Programm. Den Auftakt heute Freitag um 19 Uhr macht sogar eine Rothenburger Band.

«Without Problems», so der Name der Band, haben das Newcomer-Festival, das jeweils im Rahmen von Soundcheck durchgeführt wird, 2011 für sich entschieden (siehe Kasten!). Deshalb fällt in diesem Jahr ihnen die Ehre zu, das Openair zu eröffnen. Die fünf Rothenburger Rocker haben seit ihrem Sieg mächtig Gas gegeben und konnten in der Zwischenzeit jede Menge Bühnenerfahrung sammeln. Auf ihren Auftritt darf man gespannt sein. Danach heisst es Bühne frei für den deutschen Roots-Reggae-Mann Martin Jondo. Seinen Stil könnte man im weitesten Sinn als Reggae-lastige World Music umschreiben. Ein Stil übrigens, der ihm zwei ausverkaufte Europatourneen eingebracht hat.

Reggae aus Jamaika

Um den Basler Reggae-Musiker Famara war es in den letzten Jahren eher still, nachdem er Mitte der 2000er Jahre ein neues, ziemlich eigenwilliges Kapitel zum Thema «Schweizer Reggae» geschrieben hatte. Nach einer mehrjährigen kreativen Pause meldet er sich nun mit dem Album «The Cosmopolitan» zurück, das zwischen Reggae, Dub und Weltmusik pendelt. Live wird er ein World-Beat-Reggae-Feuerwerk zünden, das sich gewaschen hat. Und bestimmt wird er sich am Soundcheck doppelt Mühe geben, den Reggae-Fans so richtig einzuheizen. Schliesslich steht nach ihm kein geringerer als Max Romeo aus Jamaika auf dem Programm. Romeo ist einer der Überväter des Early and Roots Reggaes. Mit seinem Song «Chase the Devil» hat er Reggae-Geschichte geschrieben. Was seinen Auftritt am Soundcheck noch spezieller macht: Es ist sein einiziger in der Schweiz.

Samstag ist «Schweizer Tag» – fast

Der Samstagnachmittag ist fest in Schweizer Hand. Den Anfang macht mit Channelsix eine Luzerner Band. Ihr eben erschienes Album «By my Side» überzeugt durch mal rockige, mal gefühlvolle Nummern. Channelsix ist zwar massentauglich, aber alles andere als Mainstream. Churchill paaren rockige Beats mit äusserst intelligenten Texten. Bei ihrem Auftritt muss man übrigens besonders gut hinschauen: Sie bringen einen bekannten Gast mit. Ganz so fest in Schweizer Hand ist der Samstag aber doch nicht. Obwohl am späteren Abend mit den Lovebugs eine der bekanntesten Bands unseres Landes auf der Bühne stehen wird. Mit ihrem neuen Album «Life is Today», das im April auf den Markt gekommen ist, haben die fünf Basler Kritiker wie Publikum gleichermassen überzeugt. Ihr handgemachter Britpop hat nicht nur bei uns jede Menge Fans. Vor ihnen ist Sebastian Sturm aus Deutschland dran. Der Roots-Reggae-Sänger mit indonesischen Wurzeln dürfte mit seinen Songs und seiner Stimme das Herz aller Reggae-Fans im Sturm erobern. Manchmal ist nomen halt doch omen. Ans Soundcheck kommt er in Begleitung der Band Exile Airline.

Die Cello-Götter

Der ganz grosser Abräumer steht zum Schluss auf dem Programm. Wer sie schon einmal live erlebt hat, ist fast schon süchtig nach diesem eigenartigen Sound. Die Rede ist von Apocalyptica, den Teufels-Cellisten aus Finnland. Sie entlocken diesem doch eher in der Klassik eingesetzten Instrument ungewohnt laute, rockige Töne und bieten eine überwältigende Bühnenshow. Die Herren haben allesamt eine klassische Cello-Ausbildung mit Diplomabschluss hinter sich. Und mit klassischer Musik haben sie es auch immer noch. Bloss spielen sie die wie eine waschechte Heavy Metal Band – ein Ohren- und Augenschmaus mit Suchtpotenzial! Zudem ist Apocalyptica in doppelter Hinsicht ein Highlight am Soundcheck: Es ist ihr einziges Konzert 2012 in der Schweiz. Also nichts wie hin.

Christina Mattli

18. Mai, ab 19 Uhr; 19. Mai, ab 13 Uhr, Tickets: www.starticket.ch, Infos: www.jugendaktiv.ch

Spitex-Fusion ohne Chance

EMMEN – Die vorgeschlagenen Fusion mit der Spitex Stadt Luzern ist vom Tisch – die Verhandlungs-Variante erlitt bei der Generalversammlung eine deutliche Abfuhr. «Jetzt steht eine Neuausrichtung an», sagt Spitex Präsident Markus Zenklusen.

«Nein, mit diesem Resultat haben wir wirklich nicht gerechnet, alle Entscheidungsgrundlagen deuteten auf Gespräche zur Fusion mit der Spitex Stadt Luzern als beste Lösung hin», zeigte sich Zenklusen nach der von 96 Mitgliedern besuchten Abstimmung enttäuscht. «Auch da ging es noch nicht um eine Fusion, sondern erst um den Antrag nach Verhandlungen, bei einem weiteren positiven und für uns vorteilhaften Entscheid hätten wir die eigentliche Fusion im Spätherbst zur Abstimmung gebracht», zog Zenklusen Parallelen zum kürzlichen Abstimmungsentscheid auf kommunaler Ebene. «Mit 55 zu 36 Stimmen setzte sich die Mehrheit für die Eigenständigkeit der Spitex Emmen ein. Einige Mitarbeiterinnen befürchteten, dass sie im neuen und grösseren Gebilde ihre Aufgabe nicht mehr im bisherigen Sinn erfüllen könnten, dass sie allenfalls Aufgaben in Luzern übernehmen müssten, das hat einige bewogen, die Übung bereits jetzt schon abzubrechen und mit ihrem Nein haben sie das auch kund getan», so Zenklusen weiter.

Alleingang wird schwierig

Gesellschafts- und gesundheitspolitische Entwicklungen wie die Kostensteigerung in der Langzeitpflege, die Verschiebung vom stationären- in den ambulanten Bereich sowie private Anbieter stellen die Spitex Emmen -wie auch andere, vereinsmässig geführte Institutionen- vor immer grössere Herausforderungen. «Wir haben das Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern letzten Mai beauftragt, tragfähige Entscheidungsgrundlagen für eine zukünftige Organisationsstruktur zu erarbeiten, das Resultat war klar. Nur Gespräche mit dem Partner Spitex Stadt Luzern können zu einer günstigen Lösung führen», so Zenklusen. Die Vorteile einer möglichen Fusion lägen in der Effizienzsteigerung durch Synergien und in einem breiteren Angebot für die Emmer Klienten. Nach der Ablehnung wird es nun schwierig, umso mehr als gewichtige Änderungen anstehen.

Die Generalversammlung im «Gersag» hiess alle traktandierten Geschäfte gut, unter anderem die Jahresrechnung, die bei einem Ertrag von 3,330 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 324 000 Franken aufweist. Davon werden 265 000 Franken als Rückstellungen für zukünftige Ertragsverrechnungen und Investitionen in die Palliativpflege verbucht.

Heidi Müller verlässt die Spitex

Spitex Emmen -Träger ist ein Verein – hat sich im Laufe der Jahre von einem Verein zu einem KMU-Betrieb mit einem Umsatzvolumen von 3,3 Millionen Franken und einem Mitarbeiterstab von 50 Personen -33 Vollzeitstellen- entwickelt. Letztes Jahr bezogen 445 Klienten pflegerische Leistungen, 276 Klienten nahmen hauswirtschaftliche Leistungen in Anspruch. Dafür wurden insgesamt rund 30 000 Stunden aufgewendet. Vom SOS-Fahrdienst profitierten 1658 behinderte und betagte Personen.

Nach vierjähriger Mitarbeit verlässt Geschäftsleiterin Heidi Müller die Spitex diesen Sommer. Sie wird bei der Spitex Malters eine neue Herausforderung übernehmen. Der Vorstand ist auf der Suche nach ihrer Nachfolge und gleichzeitig hält man Ausschau nach neuen Lokalitäten. Der Standort Oberhofstrasse muss gelegentlich aufgegeben werden und das neue Betagtenzentrum Emmenfeld ist keine Option.

Rolf Willimann

Solisten gaben Glanz und Farbe

RAIN – Mit einem Frühlingskonzert besonderer Art überraschte am vergangenen Samstag die Musikgesellschaft Harmonie unter der Leitung von Pirmin Hodel. In der Pfarrkirche St. Jakobus erklangen Melodien zum Thema „New Day Rising“ von Steven Reineke.

Die Sinfonie No. 1 des 1970 geborenen und heute in Ohio lebenden US-amerikanischen Komponisten deutscher Abstammung befasst sich mit dem schweren Erdbeben, das am 18. April 1906 die Küste Neukaliforniens erschütterte und als die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten gilt. Allein in San Francisco kamen rund 3000 Menschen ums Leben und viele wurden verletzt. Doch neues Leben blüht aus den Ruinen, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die MG Harmonie spielt dieses imposante Werk auch am Luzerner Kantonalmusiktag in Aesch am 9. Juni.

Talentierter Nachwuchs

Zuvor setzte sich jedoch der musikalische Nachwuchs mit Solovorträgen eindrucksvoll in Szene. Der 17-jährige Elio Bachmann spielte auf der Posaune souverän den zweiten und dritten Satz aus dem „Concertino for Trombone“ von Lars-Erik Larson (1908 – 1986). Der schwedische Komponist, Dirigent und Musiklehrer schrieb Sinfonien, Messen und weitere Werke für Orchester. Zwischen 1953 und 1957 komponierte er zwölf Concertini für Soloinstrumente und Streicher.

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) ist Schöpfer der wunderschön melodischen Arie „Schafe können sicher weiden“, die er 1713 für die Kantate „Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd“ verfasste. Solist war der 1994 in Hochdorf geborene Marius Brunner, der mit fein empfundenen Trompetenklängen bezauberte.

Seit 2006 ist der noch nicht ganz 22-jährige in Rain geborene und heute in Hildisrieden lebende Severin Schnurrenberger Mitglied der MG Harmonie Rain. Am Konzertabend war von ihm auf dem Saxophon das Stück „Pequeña Czarda“ des spanischen Saxophonisten, Komponisten und Musikpädagogen Pedro Iturralde zu hören.

Edi Reinmann

Das Resultat spricht klar für den Littauer

LUZERN –  Ein Littauer, den man bisher nur am Rande kannte, will sich nun dir Krone als Stadtpräsident holen. Noch sind sie Würfel nicht gefallen, aber es ist  zu erwarten, dass die Würfel fallen werden. Mitte Juni wird sich alles entscheiden.

Stefan Roth holte sich die Krone. Mit einem guten Stimmenanteil markierte er Position und liess seine Mitkonkurrenten im Regen stehen. Er holte sich 10‘019 Stimmen, dicht gefolgt vor Martin Merki, für den 9‘912 Stimmen in der Urne lagen. Mit 9’799 Stimmen hatte auch Ursula Stämmer gut abgeschnitten, ebenfalls Adrain Borgula, der 9‘664 Stimmen auf sich bereinigte. Damit sind alle vier gewählt. Trotzdem kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Der fünfte Sitz muss noch besetzt werden. Eine stille Wahl scheint nach den Parteiversammlungen nicht mehr möglich. Die SVP will mir Rolf Hermetschweiler nochmals antreten, obwohl hier Aussichtslosigkeit vermutet werden darf. Aber die SVP wollte es so. Die FDP hingegen stellt sich geschlossen hinter Manuela Jost, Kandidatin der Grünliberalen. Auch Beat Züsli (SP) tritt nochmals an. Daher ist klar, auch die Stimmberechtigten müssen nochmals antraben.

Wer wird die Stadt regieren?

Offen ist ferner die Frage, wer künftig Primus inter pares wird. Stefan Roth machte mit 8‘624 Stimmen das beste Resultat, gefolgt von Ursula Stämmer, die 3‘981 auf sich vereinigen konnte. Hier zeigte sich offenbar, dass der Littauer grosse Sympathien hat und auf grosse Resonanz stösst. Anzumerken wäre, dass ein ehemaliger Littauer Gemeindeammann, der bisher gute Politik gemacht hat, durchaus Chancen hat, im zweiten Wahlgang die Krone zu erobern. In der Warteschlange stehen aber noch andere. Manuela Jost hätte gute Chancen, ihr Handicap ist allerdings ihr Alter und die mangelnde Erfahrung. Rolf Hermetschweiler wurde bereits abgestraft, obwohl er es nochmals versuchen will. Glaubwürdig ist hingegen Beat Züsli. Ihm zur Seite stehen allerdings weitere glaubwürdige Kandidaten.

Das Karussell dreht sich

Züsli oder Jost, das ist hier die Frage. Aber es gibt noch zwei andere. Markus Mächler hat seit Jahren weine hervorragende Politik gemacht und er weiss, wie der Karren läuft. Gerne erinnert man sich an die Voten, mit denen er im Grossen Stadtrat brillierte. Gerne erinnert man sich auch an Daniel Burri. Der Sohn des ehemaligen Betriebschefs der VBL kann auf eine hervorragende Kariere zurückblicken. Er ist integer und glaubwürdig – aber er ist Jurist. Darüber wird er stolpern. Was ihn allerdings nicht gross betreffen wird, denn ein leitender Staatsanwalt ist besser honoriert als ein Stadtrat. Daher kann man Daniel Burri als Nebenschauplatz abbuchen. Die Frage bleibt. Jost, Züsli oder vielleicht Mächler. Alle sind wählbar. Gewählt wird aber vom Souverän. Dies am 17. Juni. Dann ist der Stadtrat komplett.

Die Ausgangslage

An der Parteiversammlung der FDP der Stadt Luzern stand der 2. Wahlgang für den Stadtrat im Vordergrund. «Uns geht es in erster Linie darum, zu einer bürgerlich-liberalen Stadtregierung beizutragen», betonte Parteipräsident Daniel Wettstein. Nach angeregten Diskussionen einigten sich die Mitglieder darauf, Manuela Jost, die Kandidatin der Grünliberalen, zu unterstützen. Fürs Stadtpräsidium steht die FDP nach wie vor voll und ganz hinter Stefan Roth, der im ersten Wahlgang mit dem besten Resultat im fünfköpfigen Gremium bestätigt worden war und auch im Rennen um die Nachfolge von Urs W. Studer weit mehr als doppelt so viele Stimmen erzielt hatte wie die nächstplatzierte Ursula Stämmer. Bürgerlich will auch die SVP sein, die bei den letzten Wahlen allerdings Federn lassen musste. Hermetschweiler tritt nochmals an. Auch Beat Züsli will es nochmals wissen. EWr hat gute Chanden, denn  hinter ihm steht sie geschlossene SP.

Peter A. Meier

Keine Show, doch ein wichtiger Einsatz

MALTERS/SCHACHEN – Am Freitag absolvierte die Feuerwehr Malters-Schachen unter den interessierten Augen von Marcel Lotter und Fredy Röösli, den Gemeindeammännern von Malters und Werthenstein, ihre Hauptübung; dies die erste unter dem neuen Kommandanten Martin Limacher.

Am ersten richtigen Hitzetag des Jahres stellte Martin Limacher von Anfang an klar, was er von seiner Mannschaft erwartete: «Es braucht trotz der Hitze eine konzentrierte Leistung. Heute wollen wir überprüfen, was klappt und was nicht, wo Schwachstellen sind und was optimiert werden kann.» Schauplatz des Übungsszenarios war das Areal der WIBA-Sport, im Spahau 1 in Littau, das noch zur Gemeinde Malters gehört und dessen Betriebsleiter Joe Müller notabene der ehemalige Feuerwehrkommandant von Littau ist. Die Schwierigkeit des fiktiven Geschehens war die starke (und dank einer Rauchmaschine echte) Rauchentwicklung, die die Suche nach Vermissten in der verwinkelten Halle enorm erschwerte. Im Gebäude vermochten man kaum mehr die Hand vor den Augen zu sehen und es erwies sich als eine schwierige Aufgabe, sich zwischen den vielen Durchgängen und Verbindungen überhaupt orientieren zu können. Zusätzlich musste ein Wassertransport von der Emme her bereitgestellt werden.

Angesichts des weitläufigen Übungsgeländes wurde einmal mehr deutlich, wie sehr die erfolgreiche Bewältigung eines Einsatzes von der Kommunikation abhängt. Von jener zwischen Einsatzleiter und Mannschaft, wo jede Anweisung zu repetieren ist und jede Rückmeldung im Flipchart notiert und eingezeichnet werden muss, aber auch vom sinnvollen Einsatz der Funkgeräte. Es stellt sich immer die Frage, welche Informationen sinnvollerweise per Funk gegeben werden sollen und bei welchen es sich lohnt, hin und zurück zu rennen, damit die Verbindung für andere frei bleibt.

So, wie die Mannschaft sich an der Hauptübung beweisen muss, sieht sich bei der Planung jeweils auch das Team um den Kommandanten mit der Herausforderung konfrontiert, ein Szenario zu entwerfen, das der ganzen Mannschaft zu tun gibt, alle Spezialisten (Elektro, Verkehr und Sanität) berücksichtigt und andererseits trotzdem nicht völlig realitätsfern ist. «Man soll die Leute fordern», so Limacher, «aber realistisch.» Der Zugführer des 1. Zugs, Andy Schmid, ergänzt: «Wir ziehen an der Hauptübung keine Show ab.» Am Ende des Abends zeigten sich sowohl die Führung der Feuerwehr als auch die beiden Gemeindeammänner zufrieden mit dem Einsatz.

Die Offiziere lobten unisono die speditive Arbeit der Mannschaft und Marcel Lotter drückte im Namen beider Gemeindeammänner die grosse Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr aus. Anlässlich der Hauptübung wurden überdies Benedikt Vogel, Philipp Vogel, Beni Stübi und Raphael Amrein zu Gruppenführern befördert.

Denise Seeberger

Klarer Sieg für den FC Littau in Richtung Aufstiegsrunde

Littau – Der FC Littau hatte wohl Respekt vor den Rothenburgern, doch dieser war unbegründet, denn der Gegner brachte gerade mal 12 Spieler aufs Feld. Hajdaraj und Stefano Izzo (2) schossen die Tore zum nie gefährdeten Sieg.

Der FC Rothenburg hatte eine erfolgreiche Rückrunde hingelegt und seine Felle, sprich Abstieg, schon lange in Sicherheit gebracht. Nebst vielen Verletzten fehlte auch noch aus beruflichen Gründen Trainer Toni De Oliveira. Also schlechte Voraussetzungen für den Gast. Nun Littau konnten die Probleme des Gastes egal sein. Sie legten mit Vollgas los und zeigten Rothenburg, wo es lang geht. Es war nicht eben Fussballwetter, aber das Terrain war in sehr gut spielbarem Zustand. Bereits in der 6. Minute spielte der kaum zu bremsende Stefano Izzo von rechts auf Hajdaraj und Simon Käser, einer der besten Rothenburger, hatte keine Chance. In der Folge gelangten die Gäste gelegentlich auch in die Nähe des Littauer Tores, ohne aber auch nur ein bisschen Gefahr auszustrahlen. Kurz vor der Pause bereits die Entscheidung als Stefano Izzo eine Flanke von Lovrinovic zum 2:0 verwertete.

Die zweite Hälfte brachte keine Änderung des Geschehens. Littau nahm die Sache wohl nicht mehr so ernst und das Spiel plätscherte dahin. Längst war man sich über den Ausgang des Spiels einig und diese Meinung bestärkte Stefano Izzo mit seinem zweiten Treffer zum 3:0. Er bestrafte die „Tändler“ im Rothenburger Strafraum und ergatterte sich den Ball, um ihn ins Netz zu spitzeln. Für Rothenburg ist die Saison wohl gelaufen und für Littau kommt jetzt der härtere Teil.

Die Reise geht zum abstiegsverdächtigen Hitzkirch und dann warten noch der Luzerner SC zu Hause, bevor der Knüller beim Aufsteiger Stans folgt. FCL-Präsident Beat Krieger: „Wir schauen der Sache gelassen entgegen, auch sollten wir in die Aufstiegsrunde kommen, zählen wir heuer nicht zu den Favoriten. Wir haben keinen Druck.“ Nun ein positives Ergebnis gab es schon am Sonntag, denn der Mitkonkurrent um einen Aufstiegsplatz, der SC Kriens verlor in Horw. Nicht vergessen darf man das sehr gute Strafregister, welches bei Punktgleichheit entscheidet. Es wird keine Entscheidungsspiele geben. Aber es muss noch gespielt werden.

André Vollmar

Von Schoggi- und anderen Maikäfern

Die Erinnerung bleibt, als ob es gestern gewesen wäre. Dabei geht die Geschichte zurück auf die Jahre, als wir noch die Schulbank drückten.  Im Wonnemonat Mai also machten wir uns frühmorgens, bewaffnet mit einem Kessel, auf zur „Hohlen Gasse“. So nannten wir den steilen Weg durch den kleinen Wald, der von der Staldenhöhe hinunter zum Littauer Boden führt. Und manchmal, denke ich, könnte Willhelm Tell noch heute hinter einem Baum auf Gessler warten.

Wir aber richteten unsere Pfeile nicht auf den Landvogt. Wir gingen auf Maikäferfang. Das war erfolgversprechender.  Dicht aneinandergereiht schliefen sie noch auf den Blättern der Buchhecken. Wir schüttelten die Äste, packten die Käfer in den Kessel und lieferten die vollen Kessel ab zur Vernichtung des Inhalts. Dafür gab es je Kilogramm Käfer ein paar wenige Batzen Sackgeld.  Das war ja auch der Grund unserer frühen Tagwache.

Ob wir denn heuer ein Flugjahr hätten, fragte mich kürzlich ein Bekannter. Er hätte schon öfters Maikäfer gesichtet. In der Ostschweiz seien die Biester los, las ich irgendwo. Und Uri registriere ein Flugjahr. Bei uns aber?

Bei uns nisten die Käfer in den Konditoreien. Sie sind aus Schokolade und sie haben Kartonbeine. Im Unterschiede zur Natur gibt es sie in allen Grössen und Ausführungen. Und manchmal sind sie auch im Juni noch in den Gestellen. Als Auslaufmodelle.  Ich habe mir kürzlich einen zu Gemüte geführt. Er war bestimmt besser als jener, den damals, beim Einsammeln,  ein Schulkollege schluckte.

Bleibt noch die Frage, warum wir eigentlich einem fröhlichen Menschen ein „Maikäfergesicht“  attestieren. Weil er sich freut, wie ein Maikäfer oder lacht, wie der braun beflügelte Flieger. Aber, Hand aufs Herz, haben Sie schon einen Maikäfer lachen gesehen? Wo er doch dauernd vom Menschen verfolgt wird.

Peter Gross